Herzlich willkommen auf meiner Autorenseite!
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Über mich - wer was wissen will über mich.
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Blog - eine kleine philosophische Wanderung, wer will mit?
Wer ist Wurster?
Nicolas T. Wurster befindet sich auf der Schwelle des Lebens, wo ein ziemliches Gedränge und allgemeine Orientierungslosigkeit herrscht. Mit Hilfe seines Tagebuchs geht er die ganze Angelegenheit systematisch an und formuliert die Acht Fragen des Lebens. Unverdrossen schiebt Nicolas sich auf der Schwelle des Lebens voran. Wer wissen will, was ihm dort widerfährt, der lese
Wursters Welt
hs-Literaturverlag
ISBN 9783950196184
9,90 €
Eine kleine Leseprobe:
3.6.
Ödipus
Sehr geehrtes Tagebuch!
Heute teile ich Ihnen mit, was ich über einen Kerl namens Ödipus erfahren habe. Frau Wollenschläger-Glump, unsere Religionslehrerin hat uns von ihm erzählt. Sie hält ihn für wichtig und deshalb schreibe ich es vorsichtshalber auf. Frau Wollenschläger-Glump setzte sich lässig auf den Schreibtisch, klapperte mit ihren Ohrringen, die so groß wie Stoppschilder sind und erklärte, dass dieser Ödipus ein König aus Griechenland war, der seinen Vater umgebracht hatte. Und zwar aus Versehen. Und dann hat er auch noch, ebenfalls versehentlich, seine Mutter geheiratet, weil die ja jetzt Witwe war. Er muss ein gefährlicher Idiot gewesen sein. Aber Frau Wollenschläger-Glump behauptete, dass alle Männer Phasen haben, in denen sie dasselbe machen wollen mit ihren Vätern, wie dieser Ödipus es mit seinem. Das sei ganz normal (!).
Wo man Wurster kaufen kann:
"Dieses Buch ist mehr als ein Jugendbuch, oder gar ein Buch für Jugendliche. Dieses Buch schafft Verbindung zwischen den Menschen, die sich auf der Schwelle des Lebens befinden und denen, die beinahe schon vergessen haben, wie es dort aussah. Und macht deshalb auch so manchen erwachsenen Leser zum ewig Junggebliebenen."
Heinz Spicka
Sag's Wurster
Man kann nicht alles wissen, aber man muss wissen, wen man fragen kann. Und wer wissen will, wie das Leben so tickt, muss die Spezialisten fragen. Leuten, die richtig was erlebt haben, ist Jungjournalist Nicolas T. auf der Spur. Er führte exklussive Interviews mit Super-Nerd Larissa Huch oder Berlin Mecurio, der Mutter aller It-Girls. Er hat Starkoch Nick K. das Geheimnis seines Chilis entlockt und dem Möbelmillionär Thor Angmar Ikea die Zutaten für seine Fleischklopse.
Heute unter dem Thema Von Ausserirdischen entführt ist Nicolas im Gespräch mit Tobias Glucker.
NTW: Liebe Leserinnen, liebe Leser! Fremde Länder, andere Kontinente, die Niederlande - es gibt die tollsten Reiseziele zu entdecken. Ich zum Beispiel war letztes Jahr in Laos. Seitdem weiß ich, dass Heuschrecken nach Popcorn schmecken. Aber die Reise meines heutigen Gesprächspartners ist absolut einzigartig. Tobias Glucker aus meiner Parallelklasse war an einem Ort, den noch kein Mensch betreten hat. Wohin hat's dich verschlagen, Tobias?
TG: Ich bin entführt worden. Auf den Planeten Deliriana Psi.
NTW: Unglaublich! Wo ist dieser Planet?
TG: Vier Lichtjahre von hier, Richtung Proxima Centauri.
NTW: Vier Lichtjahre? Klingt … überschaubar.
TG: Ein Lichtjahr beträgt 9 500 000 000 000 km. Der Äquator hat einen Umfang von 40 000 km.
NTW: Da passt viel Erde in ein Lichtjahr, so wie's aussieht. Wie hast du eine solche Entfernung hinter dich gebracht?
TG: Mit der Deutschen Bahn.
NTW: Echt? Mit der Deutschen Bahn? Völlig unmöglich!
TG: Nicht, wenn der Zug, mit dem man nach Hause fährt, in ein Wurmloch gerät.
NTW: Wurmloch?
TG: Direktverbindung nach Deliriana Psi, schwupps, einmal quer durch die Galaxis.
NTW: Ich verstehe! Man sieht die Sonnensysteme an sich vorbeizischen wie einen Funkenregen, Planeten bewegen sich schneller als Pistolenkugeln. Du musst Dinge gesehen haben, die noch kein Mensch je gesehen hat.
TG: Es war alles dunkel, um ehrlich zu sein. Wir, also die anderen Leute im Zug und ich, konnten überhaupt nichts erkennen. Ich schätze, die Wesen von Deliriana Psi brauchen kein Licht. Sie haben andere Sinne. Aber das werde ich alles wissen, wenn ich selbst einer von ihnen geworden bin.
NTW: Was soll das heißen?
TG: Sie haben uns entführt, um uns zu verwandeln. Wir sollen so werden wie sie.
NTW: Ihr seid jetzt selbst Ausserirdische?
TG: Nur zum Teil, aber die Me-ta-mor-fo-se schreitet voran.
NTW: Wenn man sich lange genug Schlag den Raab im Fernsehen zuschaut, passiert vermutlich dasselbe, ha ha!
TG: Nicht witzig!
NTW: War'n Versuch. Aber es ist kaum zu glauben, was du sagst. Wie haben es die Ausserirdischen angestellt, euch zu Ausserirdischen zu machen? Haben sie euch Nadeln in Körpferöffnungen gesteckt?
TG: Nein, sie haben uns bestäubt.
NTW: B...bestäubt?
TG: Na ja, wer sagt denn, dass man sich durch die bei euch Menschen übliche Art fortpflanzen muss, indem man seinen ...
NTW: ... und wie haben sie das angestellt?
TG: So genau kann ich das nicht sagen. Es war ja alles dunkel. Aber manchmal habe ich so ein Rauschen über mir gehört. Ich nehme an, man hat uns mit Pollen oder Sporen oder so was bepustet. Und es wurde immer wärmer. Auf Deliriana Psi muss es warm und dunkel sein, damit es wächst.
NTW: Aha, wie beim Schimmel.
TG: Hochintelligenter Schimmel, der Menschheit weit überlegen. Die anderen im Zug haben das allerdings nicht verstanden. Haben sich über die Bahn beschwert, über die Preise und die Verspätungen und den Service, das Übliche halt. Es wurde geflucht und gestöhnt. Aber irgendwann hörte das Rauschen auf und es wurde immer wärmer und stickiger. Sie brauchen kein Licht auf Deliriana und vermutlich auch keinen Sauerstoff. Da haben die meisten schlapp gemacht. Das war vermutlich beabsichtigt, eine Art Hypnose oder so, damit wir die Botschaft aufnehmen konnten.
NTW: Sie haben mit euch gesprochen?
TG: Ja! Sie haben immer wieder dieselbe Botschaft gesagt. Wir haben natürlich nichts verstanden. Aber ich glaube, je mehr wir uns verwandeln, desto mehr verstehen wir ihre Sprache.
NTW: Wow! Sag mal was auf Ausserirdisch.
TG: (...)
NTW: Ich hab's nicht verstanden.
TG: Ich spreche per Gedankenübertragung mit dir. Eine Fähigkeit, die mit der Me-ta-mor-fo-se zu tun hat. Du musst dich konzentrieren (...)
NTW: Hast du gesagt: 'Lieber Himmel, der Typ hier ist komplett kaputt.'?
TG: (Schüttelt den Kopf) Ich habe dir telepathisch die Botschaft des Planeten Deliriana Psi an die Erde mitgeteilt.
NWT: Hat mich alles etwas verwirrt, was du erzählst. Da klappt's nicht richtig mit der Gedankenübertragung. Kannst du es nicht auf die normale Weise versuchen?
TG: O.K., die Botschaft an die Menschheit lautet (er räuspert sich, hustet): 'Singh F'trvl Widh Sch'men Ban!
NTW: Hab's immer noch nicht verstanden.
TG: Ich habe natürlich immer noch einen starken Erde-Akzent. Aber übersetzt klingt es ungefähr etwa so: „Thank you for travelling with German Bahn."
NTW: DAS war die Botschaft an die Menschheit?
TG: Jepp! So lautet sie. Ich habe nicht behauptet, dass ich auch ihre Bedeutung verstanden habe.
NTW: „Thank you for travelling with German Bahn!“ Klingt nicht wie eine großartige, ausserirdische Botschaft.
TG: Im Gegenteil, sie ist viel zu tiefsinnig für uns. Die Wesen von Deliriana Psi haben eine viel höhere Daseinsstufe.
NTW: Du meinst Schimmelpilz?
TG: Wir müssen unser Bewusstsein öffnen, verstehst du? Darauf kommt's an.
NTW: Gute Idee! Es gibt eine Stelle bei uns im Keller neben der Waschmaschine, wo Schimmel wächst. Ich versuche mal, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Wie seid ihr eigentlich wieder zurückgekehrt?
TG: Irgendwann ging ein Rucken durch den Zug und wir reisten durch das Wurmloch wieder zurück. Wir waren ziemlich mitgenommen von der Bestäubung, der Hypnose und der Hitze. Dann sah ich ein Licht, so als kämen wir aus einem Tunnel und wir waren wieder auf der Erde.
NTW: Ich finde es komisch, dass bisher niemand was von eurer Reise erfahren hat. 'Mit der Deutschen Bahn an den Rand der Galaxis' - eine Irrsinnsgeschichte.
TG: Eben, aber glauben würde uns keiner. Ich meine, glaubst du mir?
NTW: Ganz ehrlich? Was du von der ausserirdischen Botschaft erzählst, ich habe den Eindruck, mir ist auch mal so etwas passiert.
TG: Das ist nicht unwahrscheinlich. Die Deliriana versuchen schon seit Jahrhunderten mit uns Kontakt aufzunehmen. Aber erst jetzt haben wir die technischen Bedingungen erfüllt. Die Bahngleise und Schienen sind wie eine riesige Antenne, verstehst du?
NTW: Das würde passen. Naja, die Botschaft kam zu mir, während ich mit der S-Bahn unterwegs war. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, den Planeten zu verlassen. Allerdings, wer kann das sagen, wenn er in die S-Bahn einsteigt?
TG: Was haben wir zu dir gesagt?
NTW: Mir kam es ziemlich sinnlos vor.
TG: Zwangsläufig für jemanden, der auf einer niedrigeren Evolutionsstufe steht. Aber wie lautete die Botschaft?
NTW: Es klang wie „Negst stop mäin stäischon. Egsid to se left in se dierektschen of träwwel.“
TG: Du hast einen brutal starken Erde-Akzent.
NTW: Das wird bestimmt besser, wenn wir alle Schimmelpilze sind. Herzlichen Dank für das außergewöhnliche Gespräch.
Do
07
Jul
2011
Giordano Bruno, der brennende Provokateur
Giordano Bruno - als könnte er kein Wässerchen trüben, doch weit gefehlt. Quelle: Wikipedia
Sa
30
Apr
2011
Macht oder Nicht-Macht, das ist hier die Frage: Niccholo Macchiavelli
Niccholo Macchiavelli - florentinischer Pfiffikus; Quelle: Wikipedia
Mi
23
Mär
2011
Aus Altem wächst Neues - die Renaissance
In der Renaissance suchte man die ideale Stadt und fand Utopia, zumindest auf dem Papier.
So
20
Feb
2011
Die Mystik
Teresa von Avila - Mystikerin, Kirchenlehrerin und Schutzpatronin der Schachspieler; Quelle: Wikipedia
Mo
03
Jan
2011
Das philosophische Schwergewicht - Thomas von Aquin
Thomas hielt viel von Verstand, Kirche und Küche; Quelle: Wikipedia
Mo
03
Jan
2011
Der heilige Philosoph - Anselm von Canterbury
Anselmus - unterwegs im Namen des Herrn
Do
13
Mai
2010
Warum wurde es dunkel im Mittelalter?
Finster war es im Mittelalter. Aber nicht stockduster. Quelle: Wikipedia
Sa
10
Apr
2010
Augustinus
Augustinus wird getauft, der ganze Kerl, wie damals üblich. Quelle: Wikipedia
Mo
29
Mär
2010
Plotin und der Neuplatonismus
Die berühmte Bibliothek von Alexandria, in der sich die großen Denker versammelten. Lebend und in Buchform. Quelle: Wikipedia
Mi
03
Mär
2010
Die Stoa
Oha, die Stoa! Oder richtiger: die Stoiker. Quelle: Wikipedia
Fr
19
Feb
2010
Epikur
Epikur sprach Klartext und wurde trotzdem mißverstanden. Quelle: Wikipedia
Epikureismus ist ein anderes Wort für Lust, Begierde und Genuß. Es geht zurück auf Epikur, der bereits als Teenager an der Philosophie Gefallen fand. Er lebte auf der griechischen Insel Samos, die ihrer Schönheit wegen die Blühende genannt wurde.
An Schönheit und Vergnügen hatte auch Epikur großes Interesse. Er erhob die Lust (griechisch hedonee) zum zentralen Gedanken seines philosophischen Gebäudes (daher nennt man den Epikureismus gelegentlich auch Hedonismus). Die Lust war für ihn Lebensantrieb und Quelle der Glückseligkeit. Das brachte ihm einen schlechten Ruf insbesondere bei den Christen ein. Man glaubte, diese Art des Denkens sei Nährboden für Ausschweifungen und Wollust. Das aber ist falsch. Von einer geistlosen Befriedigung und selbstbezogenen Vergnügungssucht hielt Epikur nichts. Vergnügen war für ihn, wenn er ein gutes Gespräch führte, wenn er wusste, dass es seinen Freunden und seiner Familie gut ging. Er überlieferte viele Sprüche und klargefasste Lehrsätze, die seine Schüler auswendig lernen konnten. Er verstand sich als verantwortungsvoller Lehrer (und darüber hinaus auch als fürsorglicher Vater). Über den Kreis seiner Freunde und Angehörigen hinaus nahm er am öffentlichen Leben wenig teil. Das war für einen attischen Bürger, einen Angehörigen der Demokratie Athens ungewöhnlich. Doch Epikur glaubte, das Streben nach Ansehen und politischer Macht verführe den Menschen zum Schlechten. Er riet seinen Schülern, sich davon fernzuhalten.
Sein Lustprinzip hatte er durch Beobachtungen in der Natur gefunden. Alles strebe nach Wohlbefinden und versuche in Folge, Nachteil und Schmerz zu meiden. Wohlbefinden, Ausgeglichenheit, Harmonie sind geeignetere Begriffe, um auszudrücken, was Epikur unter Lust verstand. Er hatte eine materialistische Sicht der Dinge. Deswegen war er auch ausserordentlich zurückhaltend in Glaubensfragen. Die Götter waren für ihn zwar vorhanden, aber so fern, dass sie für das Leben der Menschen im Grunde keine Rolle spielten. Auch aus diesem Grund hegten christliche Denker nicht viel Sympathie für Epikur.
Wie stellte sich der Philosoph ein glückseliges Leben vor? Ein innerlich und äußerlich ausgewogenes Leben fand Epikur, indem er einen Flecken Erde kultivierte, ihn in einen Garten verwandelte, um dort mit seinen Freunden zu leben. In gewisser Weise ist er der Philosoph unter den Schrebergärtner. Wenn das die Schrebergärtner nur wüssten.
Di
02
Feb
2010
Die Herren Skeptiker
Alexander der Große war kein Skeptiker, aber er hatte einen im Gepäck. Quelle: Wikipedia
Mo
18
Jan
2010
Aristoteles
Aristoteles, großer Geist und fescher Bursche. Quelle: Wikipedia
Do
31
Dez
2009
Platon
Platon (li.), Urahn aller Idealisten, zeigt den Weg nach oben. Quelle: Wikipedia
Mi
16
Dez
2009
Sokrates der Große
Sokrates zeigt, dass es eine verborgene Schönheit des Geistes gibt. Quelle: Wikipedia
Fr
04
Dez
2009
Das Maß aller Dinge - die Sophisten
Wenn der Mensch Maß aller Dinge ist, muss er sich auf einsame Tage einstellen.
Mi
25
Nov
2009
Heraklit
Heraklit beherrschte die Kunst, in die eine Richtung zu denken und die andere zu schreiben. Quelle: Wikipedia
"Alles fließt", stellte Heraklit fest. Er lebte im 5. bzw. 4. Jahrhundert vor Chr. in Ephesus und trug den Beinamen "der Dunkle". Was sich weniger auf sein Äußeres bezog, sondern auf den Umstand, dass seine Philosophie viel Rätsel aufgab. Er konnte aber auch recht eindeutige Aussagen machen. So hatte er nicht sonderlich viel übrig für seine Zeitgenossen und empfahl ihnen, sich "Mann für Mann aufzuhängen". Pythagoras hatte an der Zahl, der klaren Ordnung einen Narren gefressen; Heraklit hingegen wandte sich der Frage nach dem Verborgenen zu. Wie kommen die Dinge vom Werden zum Sein? Und bleiben sie so, wie sie sind? "Nein!", antwortete Heraklit. "Alles ist in Bewegung. Nichts bleibt wie es ist. Man kann nicht zweimal in denselben Fluß steigen." Das beständige Werden entsprang für ihn aus den Gegensätzen. Sie stritten miteinander und aus diesem Ringen gingen die Dinge hervor. Daher behauptete er, der Krieg sei der Vater aller Dinge. Er hatte allerdings weniger die Erfindung von Katapult, Kanone oder Landmine im Sinn, sondern vielmehr die stetige Auseinandersetzungen zwischen den Dingen.
Heraklit rechnete auch mit einer Art Archee. Für ihn ist es allerdings weder das unbegreifbare Apeiron, noch ein Naturelement, sondern der "Logos". Logos kann man mit "Wort" übersetzen, aber auch mit "Rechnen", "Lehre", "Sinn" oder "Gesetz". Es ist ein vieldeutiger Begriff, aus dem sich vortreffliche Fremdworte schmieden lassen, wie zum Beispiel "logisch", alle Formen der "Logien" oder der in der Informatik so beliebte "Logarithmus". Sogar Gott wurde als Logos bezeichnet, wie das berühmte Zitat aus der Bibel zeigt: "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort." (Joh. 1,1) Dies ist die besondere Erkenntnis des Heraklit. In ihm, im Logos kamen die Gegensätze zur Ruhe und die Dinge zum Ziel.
Di
10
Nov
2009
Pythagoras von Samos
Niemand weiß genau, wie Pythagoras ausgesehen hat. Aber jeder weiß, was er angerichtet hat. Quelle: Wikipedia
So
08
Nov
2009
Anaximander
Ob Anaximander zu Kurzsichtigkeit neigte, wie uns der Künstler glauben machen will, ist nicht übeliefert. Quelle: Wikipedia
Thales Schüler Anaximander von Milet folgte seinem Lehrer in der Annahme eines Urstoffes. Allerdings war die Archee für ihn nicht das Wasser, sondern ein unbestimmtes Unbegrenztes (griech. "Apeiron"), Anaximander hielt die Welt für ein wunderbares, Gesetzen folgenden Gefüge. Die Griechen nannten dies Gefüge "Kosmos". Der Kosmos war erfüllt vom Apeiron. Es folgte dem beständigen Ausgleich. D.h. das gesamte Dasein war auf beständigen Austausch hin angelegt: Kalt wird zu warm, trocken zu feucht usw.
Wichtig für die Weise, in der die antiken Denker das Urelement verstanden, ist, dass sie es nicht für unbelebte Materie betrachteten so wie wir heute. Die Naturphilosophen glaubten, dass der Urstoff alle Dinge durchdrang und mit Leben erfüllt. Die Regen und Prinzipien nach denen dies geschah, konnte man durch Beobachten, Erwägen, Nachsinnen erkennen.
Im Gegensatz dazu stand die Vorstellungsweise der Religion, in denen das Geschick von der Willkür und den unberrechenbaren Entscheidung eines Gottes abhing, die man durch Orakel nachvollziehen und durch Opfer beeinflussen konnte.
Mi
28
Okt
2009
Der erste Philosoph
Thales von Milet, der erste große Denker. Unverkennbar die große Denkerstirne; Quelle Wikipedia
Do
22
Okt
2009
Warum es sich lohnt selber zu denken ...
Am Beginn der Philosophie stand der Jugend noch keine elektronische Unterhaltung zur Verfügung. Man vergnügte sich mit Sport unter freiem Himmel: In einem gesunden Körper ist auch ein gesunder Geist. Doping gab's auch nicht. Que. Wikipedia
Normalerweise schreibt man in einem Blog, wie es um einen steht und geht. Ich habe das Thema abgewandelt und möchte Dich mit meiner Lieblingsbeschäftigung, der Philosophie bekannt machen. Es würde mich freuen, wenn Du Deinen Senf dazu abgeben würdest.
Das Leben ist kein Fernsehprogramm. Am Ende muss man doch selber denken. Man kann nicht einfach weiterzappen. Es gibt Dinge, über die man nur selbst entscheiden kann. Diese Tatsache kann man an den Beginn der Philosophie setzen. Normalerweise werden die großen Fragen an deren Anfang gesetzt, z.B. wie soll ich leben oder wo gehe ich hin. Aber keine dieser Fragen ist ohne das Bedürfnis gestellt worden, sich zurecht und seinen Platz im Leben (und darüber hinaus) finden zu wollen. Philosophie, die Freude am Nachdenken, hat diesen sehr persönlichen Beweggrund. Viele Denker stellten fest, dass ihnen die üblichen Antworten nicht ausreichten. Sie passten nicht für sie. Aus dem Gefühl, dass ihnen etwas fehlte, entwickelten sie neue Antworten. Pythagoras etwa glaubte, dass sich das ganze Dasein in Mathematik fassen ließe. Anaximenes von Milet hielt Luft für den Ursprung aller Materie, vom Stein bis zur Regenwolke. Und der Philosophenkaiser Marc Aurel glaubte, dass zwischen ihm und dem einfachsten Menschen im Grunde kein Unterschied herrschte; eine eher ungewöhnliche Haltung für einen Imperator. Auch wenn diese Antworten sich nicht als letztgültig und umfassend erwiesen und selbst bald in Frage gestellt wurden, so spürt man in ihnen doch die Sehnsucht, das Leben verstehen zu wollen, von falschen Eindrücken befreit zu werden und richtige Entscheidungen zu treffen.
Darin liegt der große Reiz, Menschen wie Sokrates und Montaigne oder die Gedankengebäude eines Aristoteles und Thomas von Aquin kennenzulernen. Sie helfen einem das richtige Gespür dafür zu bekommen, was einem wichtig ist. Deshalb lade ich Dich herzlich ein, mich auf meiner Reise zu Sokrates, Montaigne, Aristoteles, Thomas und vielen anderen zu begleiten. Es lohnt sich sehr.
meine Jimdo-Page
